Opening Weekend (25.-26.09.)

Samstag, 25.09. 11 Uhr

Eröffnung: Schwarz-sein in Deutschland mit Jena Samura

Schwarze Identitäten in Deutschland sind vielfältig: Wir sind light oder darskinned, einige mixed-race, manche afro-latinx, andere geflohen oder migriert, wir sind queer, trans, inter, fat oder werden befindet. Es gibt nicht die eine Art Schwarz zu sein in Deutschland. Doch was eint uns und was sind spezfisch Schwarze Erfahrungen in Deutschland?

Gemeinsam mit Jena Samura (sie/keins) werden wir diesen Fragen nachgehen und laden euch für unsere Festival Eröffnung zu einem Erfahrungsaustausch ein.

Credits: Magda El-Sayed

Mehr über Jena:

Jena Samura (sie/keins) ist eine Schwarze queere Femme. Aktuell studiert sie Postcolonial Studies an der SOAS University in London und bewegt sich immer wieder an der Schnittstelle von Theater und Politik. In ihrer Arbeit als freie Bildungsreferentin, Moderatorin und Autorin sind Jenas Schwerpunktthemen Deutsche Kolonialgeschichte sowie die Verknüpfung von Kolonialisierung mit Geschlechterkonstruktionen und Sexualität. Derzeit beschäftigt sie sich vor allem mit den Effekten von Rassismus auf mentale Gesundheit sowie mit Liebe und Beziehungen im Kapitalismus. Ihr findet Jena auf Instagram unter @jenasamura

Samstag 25.09. 16 Uhr

Black Mental Health mit Rose Kapuya

Gemeinsam mit Rose Kapuya werden wir uns mit Black Mental Health beschäftigen und damit warum es so schwer ist die richtigen Therapeut*innen zu finden, was es heißt sich untereinander in der Community wirklich zu unterstützen und zusammen zu halten.

Mehr über Rose:

Rose ist eine Schwarze Frau, Mutter und Kunsttherapeutin, die eine feministische, rassismuskritische und gendersensible Haltung vertritt und lebt. Durch ihre eigenen Diskriminierungserfahrungen weiß sie, wie schwierig der Alltag als Schwarze Person in Deutschland sein kann und wie wichtig Selbstermächtigung ist. Mehr über Sie hier: www.rose-kapuya.de

Samstag 25.09. 18 Uhr

Personal Power and Potential mit Tessa Hart

Zu oft sind wir konfrontiert mit externen Erwartungshaltungen, wie wir uns selbst darstellen sollen, was wir tun müssen, um bestimmte Ziele zu erreichen, vor allem aber auch, wie wir nicht sein oder auf keinen Fall gesehen werden sollten. Personen, die marginalisiert werden oder Diskriminierung erfahren, betrifft diese Zwangsschablone, wer wir sein können, dürfen und sollen umso mehr. Hierbei jedoch gehen eigene Potenziale verloren, persönliche Stärken werden unterdrückt, zugunsten der Nachahmung und Anpassung an einschränkende Stereotype und Zuschreibungen.

Der „Personal Power“ Vortrag und Workshop geben Einblicke in Methoden und Tools durch, welche wir unsere ganz individuelle Ausdrucksstärke (wieder) finden und (weiter) entwickeln können. Sowohl für die persönliche Entwicklung, als auch für die berufliche Entfaltung, für unsere Communitys und gesamtgesellschaftlich, profitieren wir davon, dass Menschen ihre eigenen Stärken kennen und schätzen lernen. Wir setzen uns im Vortrag und Workshop damit auseinander, wie wir unsere persönlichen Stärken und Potenziale erforschen können, und, wie wir diese dann in konkreten in Situationen und Aufgaben einsetzen und umsetzen können.

Geprägt von meinen Erfahrungen als Schwarze, queere, neurodiverse Person und aufbauend auf meiner Performance-, Recherche- und Bewusstseinsarbeit, möchte ich euch Werkzeuge und Impulse mitgeben auf euren ganz eigenen Erkenntnisreisen.

Credits: Caroline Wimmer

Mehr über Tessa:

Tessa Hart {sie/they} ist Kulturmacherin im Performance, Film & soziokulturellen Bereich, die in Berlin, Brüssel und London gelebt hat. Derzeit Projektleitung von AfroPolitan Berlin, Mitgründung des Bread & Roses Theatre in London und Künstlerische Leitung des transnationalen Kollektivs Goblin Baby Co, sowie Kuration, Regie, Schauspiel, Produktion, Festivalorganisation & Autorin. Schon mit fünf Jahren wollte Tessa Geschichtenerzählerin werden. Es hieß, dies wäre kein Beruf, doch das war es. Heute vermittelt Tessa Schwarze, queere, neurodiverse, intersektionale, unterrepräsentierte Perspektiven im Kulturwandel. Studium: BA Theaterwissenschaft & Laufende Dissertation @ Freie Univ. Berlin; MFA Acting International @ East 15 Acting School / Univ. of Essex. @TessaSweetHart / http://www.TessaHart.com

Sonntag 26.09. 11 Uhr

Black Activists Breakfast

Wir wollen gemeinsam über Zoom frühstücken und über Aktivismus, sowie unsere Projekte sprechen

Sonntag 26.09. 14Uhr

Schwarz-sein in Institutionen mit Florence Brokowski-Shekete

Wir wollen gemeinsam ins Gespräch kommen über Schwarz-sein in Institutionen. Über Tipps, Erfahrungen und was sich in den nächsten Jahren ändern muss.

Mehr über Florence:

Sie sagt über sich: Als Gründerin der Agentur FBS intercultural communication bin ich seit 1997 als freie Beraterin und Coach tätig. Ich blicke auf eine über zwanzigjährige Seminar-, Beratungs- und Coachingerfahrung im Bereich Kommunikation, Führungskräfteentwicklung und kultureller Sensibilisierung zurück. Mit abgeschlossenem Studium, 1. und 2. Staatsexamen für das Lehramt an Grund-, Haupt- und Werkrealschulen, komplettieren Zertifizierungen als Team Management Trainerin nach Magerison-McCann sowie im Bereich der Suggestopädie meine Expertise. Darüber hinaus verfüge ich über diverse Auslandserfahrung im englischsprachigen und chinesischen Raum.

Zu den Auftraggeber*innen und Teilnehmer*innen der Schulungs- und Beratungsangebote gehörten in der Vergangenheit Kunden aus Industrie und Wirtschaft, wie z.B. SAP Walldorf, BASF Ludwigshafen, RP Scherer Eberbach(heute bekannt als Catalent Eberbach) oder Esselte Meto International Heppenheim. Aktuell zählen Unternehmen wie ELLE & ELLE DECORATION  der Burda Hearst Publishing GmbH, Hochschulen und Stiftungen zu meinem Kundenkreis. Ebenso erhalte ich Anfragen von gemeinnützigen Institutionen und Bildungseinrichtungen. 2018 habe ich mein Angebot um ehrenamtliche Projekte für Kinder und Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund ergänzt.

Durch meinen eigenen biografischen Hintergrund – als Kind nigerianischer Eltern in Hamburg geboren und einem in der Kindheit dreijährigen Aufenthalt in dem Land meiner Eltern – sind mir die Themen Intersektionalität, Interkulturalität und Integration sehr vertraut. In meinen verschiedenen Tätigkeitsbereichen ist mir stets der respektvolle Umgang der Menschen und die Würde ihres Gegenübers sowie untereinander von besonderer Bedeutung. Klarheit in der Kommunikation und im Handeln, verbunden mit Wertschätzung, Achtsamkeit und Empathie im gemeinsamen Prozess, sind mir von großer Wichtigkeit.

Mein Motto ist: “Nett sein allein’ reicht nicht, man muss auch mal klare Grenzen setzen.”

Sonntag 26.09. 18 Uhr

„Breaking Generational Curses“ Sistercircle mit Sunshinegoldenchild

Sunshinegoldenchild ist auch die Gründerin des Sistercircles, was eine Frauengemeinschaft für junge Women of Color ist, die nach sister connection und healing suchen.

Mit dem Sistercircle hat sie einen  Safe Space geschaffen, where „self help meets real talk“. Eine judgement free zone, wo man frei sprechen kann, gesehen und gehört wird.

Diesen möchte sie jetzt zum afro-festival bringen mit dem Gesprächsthema „Breaking generational curses“. Wir werden über den Wandel in der zweiten Generation von Immigration sprechen, wir sprechen über die Veränderungen die mit mental health awareness kommen und welche persönlichen „curses“ wir zu brechen haben. Es wird spannend.

Mehr über Sunshinegoldenchild:

Sie ist Autorin, Sprecherin und Empowerment Trainerin. 

Geboren und aufgewachsen in Deutschland, identifiziert sie sich aber auch stark mit ihren karibischen Wurzeln (Trinidad & Tobago). 

In 2020 ist ein ihr Buch „Watering my Crown“ erschienen, es geht um die Reise des Erwachsenwerdens, es geht um das Erkennen des eigenen Werts, den Mut zu sich zu stehen und den Weg zu ehrlicher Selbstliebe.

Bodylove und Selflove sind dabei ihre Herzensthemen, mutig teilt sie ihre eigene Geschichte um andere zu motivieren aus den engen Mauern ihrer Selbstzweifel und Erwartungen / Zwängen der Gesellschaft auszubrechen und ihre eigenen Bedürfnisse zu ehren. Ihre Mission ist es dabei ihren Schwestern den Spiegel vorzuhalten und ihnen zu zeigen WIE SCHÖN SIE SIND.

Daraus wurde der Sister Circle geboren.

Der Sister Circle ist ein eingetragener Verein der junge Women of Color in ihrer persönlichen Entwicklung fördert. Er ist für Schwestern die nach Connection und Healing suchen.

Wir treffen uns einmal im Monat und sprechen über jegliche Themen, die unsere Lebensrealitäten bestimmen von Sisterhood, das Aufwachsen in einer weißen Mehrheitsgesellschaft geprägt hat, Motherhood und natürlich Self Love und Selfcare…

Außerdem leitet sie Workshops für und im Namen von Brands und Firmen dabei sind ihre key Themen „Selfcare und Mentale Gesundheit“, „Selflove und Selbstbewusstsein“. Auch kreative Schreibworkshops und Empowerment Workshops mit jungen Frauen gehören zu ihrem Repertoire. 

Und nicht zuletzt ist sie Mutter einer 3 jährigen Tochter, sie ihr beibrachte, dass wir unsere Glaubenssätze überdenken und uns selbst und unserer vererbtes Trauma heilen, damit wir es besser an unsere Babys weitergeben können. 

Sonntag 26.09. 20:00 Uhr

Sind wir auf dem Platz alle gelich? (20:00!!!)

Ein Austausch mit verschiedenen lokalen Sportler*innen zu Sport und Rassismus.